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Wer die Wahl hat ...

Seit Anfang Oktober finden die Wahlen zur Jugend- und Auszubildendenvertretung statt. Doch wer ist die JAV und was tut sie? 

Foto: Shutterstocl - auremar

Vor Kurzem hat Julian Dominic Haberkorn vor der Betriebsversammlung seine zweite Rede gehalten. Rund 1700 Arbeitnehmer hörten zu, als der 22-Jährige über die Übernahmesituation der Auszubildenden vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sprach. »Ich habe ein sehr gutes Feedback bekommen, das war toll«, freut sich der junge Mann.

Haberkorn ist Zweiter Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bei Evonik in Hanau. Gern möchte er in diesem Gremium weitermachen und hofft, bei den bundesweit stattfindenden JAV-Wahlen vom 1. Oktober bis 31. November wiedergewählt zu werden.

Wie sind die Voraussetzungen?

Ein Betrieb kann erst dann eine JAV bilden, wenn dort mindestens fünf jugendliche Beschäftigte unter 18 Jahren oder Auszubildende unter 25 Jahre arbeiten. Außerdem muss es einen Betriebsrat geben. Wie viele JA-Vertreter gewählt werden, hängt von der Zahl der jungen Beschäftigten und Auszubildenden ab.

Wofür ist die JAV zuständig?

Für zwei Jahre kümmern sich die gewählten Vertreter um die Belange der jungen Leute. Sie setzen sich für eine gute Ausbildung ein und sorgen dafür, dass möglichst viele Auszubildende übernommen werden. Haben Auszubildende berufliche Probleme, versucht die JAV zu vermitteln. Sie nimmt Verbesserungsvorschläge für die Ausbildung entgegen und überprüft für ihre Zielgruppe, ob Gesetze, Tarifverträge, Verordnungen, Betriebsvereinbarungen und Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden. Die JA-Vertreter verstehen sich auch als Vermittler zwischen den Auszubildenden und dem Betriebsrat.

Schwerpunkt Berufsausbildung

Die Themen, die die JAV zur Sprache bringt, müssen in den Organen der betrieblichen Interessenvertretung behandelt werden; die JAV hat hier ein Initiativrecht! Das gilt besonders für Themen der Berufsbildung, die einen wichtigen Arbeitsbereich der JAV ausmachen: Die JAV kann sich so in die Gestaltung betrieblicher Ausbildungspläne einbringen oder für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze einsetzen. Auch auf dem Arbeitsplan eines JA-Vertreters steht hin und wieder die Organisation von Veranstaltungen wie Jugend-Sportfesten, Lehranfänger-Seminaren oder Grillfesten. Bei der IG BCE Jugend erhalten die JA-Vertreter Material für ihre Arbeitsfelder und können sich in Seminaren schulen lassen. Sie werden dort außerdem in allen rechtlichen und praktischen Fragen beraten.

Wer kann kandidieren?

Jeder Beschäftigte eines Betriebs, der noch nicht 25 Jahre alt ist, kann sich zur Wahl stellen – es sei denn, er ist bereits Mitglied des amtierenden Betriebsrats. Es spielt keine Rolle, wie lange der Kandidat dem Unternehmen bereits angehört und ob er seine Ausbildung eventuell schon abgeschlossen hat.

 

©IG BCE - Junge Generation - Link zum original Artikel: http://www.igbce.de/aktive/junge-generation/16436/20121016-jav-wahlen-2012

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